Universitätsklinikum Bonn und Kamillus Klinik Asbach bauen erfolgreiche Zusammenarbeit weiter aus
Universitäre Spitzenmedizin und spezialisierte Versorgung stärken gemeinsam die neurologische Versorgung in der Region
Bonn/Asbach, 10. Februar 2026 – Vorstandsmitglieder des Universitätsklinikums Bonn (UKB), unter ihnen der Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Vorstand Prof. Uwe Reuter, haben die Kamillus Klinik Asbach besucht, um sich über die Arbeit der renommierten Fachklinik zu informieren und Perspektiven für eine vertiefte Zusammenarbeit zu erörtern. An dem Termin nahmen zudem Landrat Achim Hallerbach und Bürgermeister Michael Christ teil. Beide Politiker haben sich in besonderem Maße um die Sicherung der regionalen Krankenversorgung verdient gemacht – gerade im Kontext der Übernahme der Kamillus Klinik durch die Deutsche Multiple Sklerose Stiftung NRW (DMSS NRW). Die Verbandsgemeinde Asbach ist Mitträger der seit fast 60 Jahren erfolgreich bestehenden Klinik geworden, um Seite an Seite mit der MS-Stiftung für die medizinische Versorgung in der Region Verantwortung zu übernehmen.
Beide Einrichtungen, Kamillus Klinik Asbach und das UKB, zählen zu den führenden Akteuren in der neurologischen Versorgung. Als universitäres Maximalversorgungszentrum mit internationaler Vernetzung bringt das UKB seine umfassende klinische und wissenschaftliche Expertise ein. Ein besonderer gemeinsamer Schwerpunkt liegt in der Behandlung und Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Multipler Sklerose (MS). Sowohl die Kamillus Klinik als auch das UKB verfügen über ausgewiesene Expertise in der Versorgung von MS-Patienten und verfolgen das gemeinsame Ziel, die Qualität der Patientenversorgung durch enge Kooperationen weiter zu optimieren.
Träger der Kamillus Klinik ist die DMS-Stiftung NRW, die sich seit vielen Jahren gemeinsam mit der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft mit hoher fachlicher Kompetenz für die medizinische Versorgung, Beratung und Begleitung von Menschen mit Multipler Sklerose engagiert. Die Verbindung von medizinischer Exzellenz, gemeinnützigem Auftrag und innovativen Versorgungskonzepten prägt die strategische Ausrichtung der Klinik.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die bereits bestehenden gemeinsamen Aktivitäten, insbesondere in der Radiologie. Das Team um den Direktor der Klinik für Neuroradiologie des UKB Prof. Alexander Radbruch stellt das radiologische Arzt-Team der Kamillus Klinik. Diese Zusammenarbeit hat sich in der Praxis und insbesondere in der Versorgung von Schlaganfallpatienten als ausgesprochen erfolgreich erwiesen und bildet die Grundlage für eine künftig noch engere Verzahnung diagnostischer und therapeutischer Kompetenzen. So ist die Kamillus Klinik bereits jetzt in Gefäßkonferenzen und Tumorboards des UKB eingebunden. Darüber hinaus wurden Perspektiven für eine Ausweitung der Kooperation in weiteren klinischen Bereichen sowie für gemeinsame Forschungsaktivitäten erörtert – auch mit Blick auf MS-spezifische Fragestellungen.
„Die Zusammenarbeit mit dem UKB zeigt eindrucksvoll, welchen Mehrwert eine strukturierte Kooperation zwischen spezialisierter Klinikversorgung und universitärer Spitzenmedizin für die Patientinnen und Patienten bietet“, erklärt Dr. Dieter Pöhlau, Ärztlicher Direktor der Kamillus Klinik Asbach. „Neben unserem Schwerpunkt in der Neurologie verfügt die Kamillus Klinik über eine herausragende Innere Medizin und Intensivmedizin, eine leistungsfähige Geriatrie, ein etabliertes Schlaflabor und eine Schlaganfalleinheit. Diese interdisziplinäre Aufstellung eröffnet zusätzliche Anknüpfungspunkte für eine vertiefte Zusammenarbeit.“ Darüber hinaus bleibt die Klinik rund um die Uhr Ansprechpartner für medizinische Notfälle und stellt den Notarzt im Rettungsdienst.
Das UKB bringt als universitäres Maximalversorgungszentrum seine umfassende neurologische Expertise ein sowie die enge Verzahnung von Spitzenmedizin, Lehre und Forschung ein. Besonders hervorzuheben ist die enge Anbindung an nationale und internationale Forschungsnetzwerke, unter anderem über das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn.
„Als gemeinnütziger Träger mit klarer Ausrichtung auf die Versorgung von Menschen mit Multipler Sklerose ist es unser Anspruch, medizinische Qualität, Innovation und Patientenorientierung miteinander zu verbinden“, betont Christian Bonnen, Vorsitzender des Vorstands der DMSS NRW. „Die Zusammenarbeit mit der Uniklinik Bonn stärkt die Kamillus Klinik nachhaltig und eröffnet neue Perspektiven – sowohl für die klinische Versorgung als auch für die gemeinsame Forschung im Bereich MS.“
„Die Kamillus Klinik ist ein exzellenter Partner mit hoher klinischer Kompetenz und besonderer Erfahrung in der Behandlung neurologischer Erkrankungen, insbesondere der Multiplen Sklerose“, ergänzt Prof. Uwe Reuter, selbst Neurologe und ausgewiesener Migräne-Fachmann. „Als Universitätsklinikum sehen wir es als unsere Aufgabe, spezialisierte Einrichtungen durch unsere wissenschaftliche und klinische Expertise zu unterstützen, um gemeinsam Versorgungsprozesse weiter zu verbessern und neue Impulse für kooperative Forschungsprojekte zu setzen.“
Beide Häuser sehen in der vertieften Zusammenarbeit großes Potenzial, medizinische Innovationen schneller in die Versorgung zu überführen und Patientinnen und Patienten eine qualitativ hochwertige, sektorenübergreifende Behandlung zu ermöglichen. Der Besuch in Asbach unterstreicht zugleich die regionale und überregionale Bedeutung der Kamillus Klinik und markiert einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer langfristig angelegten Partnerschaft führender medizinischer Einrichtungen.
Pressekontakt:
Daria Siverina
Stellvertretende Pressesprecherin am Universitätsklinikum Bonn (UKB)
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E-Mail: daria.siverina@ukbonn.de
Zum Universitätsklinikum Bonn: Als eines der leistungsstärksten Universitätsklinika Deutschlands verbindet das UKB Höchstleistungen in Medizin und Forschung mit exzellenter Lehre. Jährlich werden am UKB über eine halbe Million Patienten ambulant und stationär versorgt. Hier studieren rund 3.500 Menschen Medizin und Zahnmedizin, zudem werden jährlich über 600 Personen in Gesundheitsberufen ausgebildet. Mit rund 9.900 Beschäftigten ist das UKB der drittgrößte Arbeitgeber in der Region Bonn/Rhein-Sieg. In der Focus-Klinikliste belegt das UKB Platz 1 unter den Universitätsklinika in NRW und weist unter den Universitätsklinika bundesweit den zweithöchsten Case-Mix-Index (Fallschweregrad) auf. 2024 konnte das UKB knapp 100 Mio. € an Drittmitteln für Forschung, Entwicklung und Lehre einwerben. Das F.A.Z.-Institut zeichnete das UKB im vierten Jahr in Folge als „Deutschlands Ausbildungs-Champion“ und „Deutschlands begehrtesten Arbeitgeber“ aus. Aktuelle Zahlen finden Sie im Geschäftsbericht unter: geschaeftsbericht.ukbonn.de






