Erster Einsatz außerhalb Frankreichs: Universitätsklinikum Bonn implementiert modernsten Strahlenschutz
Nova X reduziert Strahlenbelastung für medizinisches Personal und verbessert Ergonomie im Katheterlabor
Bonn, 20. April 2026 – Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) setzt als erstes Zentrum außerhalb Frankreichs die innovative Strahlenschutztechnologie Nova X in seiner neurointerventionellen Angiographieanlage ein. Seit Anfang März 2026 wird das System im klinischen Alltag eingesetzt und unterstützt das Team bei Eingriffen wie diagnostischen Angiografien, Thrombektomien bei Schlaganfall sowie der Versorgung komplexer Gefäßfehlbildungen wie Aneurysmen und arteriovenöser Malformationen.
Innovatives Strahlenschutzkonzept
Nova X ist eine speziell entwickelte Schutzkabine, die die Streustrahlung für das Behandlungsteam deutlich reduziert, ohne und die interventionelle Arbeit zu beschränken. Anders als klassische Schutzmaßnahmen, die auf Bleischürzen oder mobilen Bleiwänden basieren, schafft Nova X eine physische Barriere zwischen Strahlenquelle und Personal – bei gleichzeitig besseren ergonomischen Bedingungen. Die Strahlendosis innerhalb und außerhalb der Kabine wird in Echtzeit angezeigt, mittels Laser wird der „sichere Bereich“ markiert. Potenziell kann sogar auf das Tragen der schweren Schutzkleidung verzichtet werden, was längere und komplexe Eingriffe für die Behandler erleichtert.
„Die Einführung von Nova X verbessert die Arbeitsbedingungen im Katheterlabor erheblich und trägt dazu bei, anspruchsvolle Eingriffe unter optimalen Voraussetzungen durchzuführen“, erklärt Prof. Franziska Dorn, Leiterin der Sektion für Neurointervention an der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie und Kinderneuroradiologie am UKB. „Eine sichere Arbeitsumgebung für unser Team kommt letztlich auch unseren Patientinnen und Patienten zugute.“
Exzellente Perspektiven für Patientinnen und Patienten
Für Patientinnen und Patienten bleibt die Strahlendosis primär durch die Bildgebung bestimmt. Gleichzeitig profitieren sie indirekt von den verbesserten Bedingungen für das Behandlungsteam, insbesondere bei komplexen Eingriffen. Nova X erleichtert präzises Arbeiten, reduziert Ermüdung durch schwere Schutzkleidung und sorgt dafür, dass Eingriffe unter optimaler Kontrolle durchgeführt werden können.
Forschungsperspektiven und Zukunftsaussichten
Die ersten Erfahrungen seit der Inbetriebnahme seien sehr positiv, sowohl hinsichtlich des Strahlenschutzes als auch der Ergonomie im Katheterlabor, so Prof. Dorn. Das UKB plant, die klinische Einführung von Nova X wissenschaftlich zu begleiten, insbesondere im Hinblick auf Strahlenexposition und Arbeitsbedingungen. Die Technologie habe das Potenzial, künftig neue Standards im Strahlenschutz der interventionellen Medizin zu setzen und die Arbeitssicherheit nachhaltig zu verbessern.
Bildmaterial
Bildunterschrift: Nova X im Einsatz bei einer neurointerventionellen Behandlung eines cerebralen Aneurysmas.
Bildnachweis: Universitätsklinikum Bonn
Pressekontakt:
Daria Siverina
Stellvertretende Pressesprecherin
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E-Mail: daria.siverina@ukbonn.de
Zum Universitätsklinikum Bonn: Als eines der leistungsstärksten Universitätsklinika Deutschlands verbindet das UKB Höchstleistungen in Medizin und Forschung mit exzellenter Lehre. Jährlich werden am UKB über eine halbe Million Patienten ambulant und stationär versorgt. Hier studieren rund 3.500 Menschen Medizin und Zahnmedizin, zudem werden jährlich über 600 Personen in Gesundheitsberufen ausgebildet. Mit rund 9.900 Beschäftigten ist das UKB der drittgrößte Arbeitgeber in der Region Bonn/Rhein-Sieg. In der Focus-Klinikliste belegt das UKB Platz 1 unter den Universitätsklinika in NRW und weist unter den Universitätsklinika bundesweit den zweithöchsten Case-Mix-Index (Fallschweregrad) auf. 2024 konnte das UKB knapp 100 Mio. € an Drittmitteln für Forschung, Entwicklung und Lehre einwerben. Das F.A.Z.-Institut zeichnete das UKB im vierten Jahr in Folge als „Deutschlands Ausbildungs-Champion“ und „Deutschlands begehrtesten Arbeitgeber“ aus. Aktuelle Zahlen finden Sie im Geschäftsbericht unter: geschaeftsbericht.ukbonn.de.







