Universitätsklinikum Bonn bei besonders aufwendigen Behandlungen bundesweit an der Spitze
Aktuelle Auswertung unterstreicht das seit Jahren hoch spezialisierte Versorgungsprofil des UKB
Bonn, 2. November 2026 – Wenn Erkrankungen besonders komplex sind, braucht es hoch spezialisierte Medizin und die Expertise unterschiedlicher Fachrichtungen. Darauf ist die Versorgung am Universitätsklinikum Bonn (UKB) in besonderem Maße ausgerichtet. Eine aktuelle Auswertung des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) macht den damit verbundenen hohen stationären Behandlungsaufwand sichtbar: Mit einem Case-Mix-Index (CMI) von 1,48 weist das UKB im ersten Halbjahr 2026 den höchsten Wert unter den deutschen Universitätsklinika auf. Auch beim sogenannten Maximalversorgeranteil, einer weiteren Kennzahl des VUD zur Beschreibung des spezialisierten stationären Leistungsspektrums, liegt das UKB unter den Universitätskliniken bundesweit an der Spitze.
Diese Spezialisierung ist über viele Jahre gewachsen. Als Anlaufpunkt für Patientinnen und Patienten mit besonders schweren und komplexen Erkrankungen versorgt das UKB auch Menschen weit über den Bonner Ballungsraum hinaus. Die enge Zusammenarbeit mit anderen Krankenhäusern und die Übernahme besonders aufwendiger Behandlungsfälle haben diese Entwicklung mitgeprägt.
Hinter den aktuellen Zahlen stehen medizinische Leistungen, die besondere Anforderungen an die Versorgung stellen. Patientinnen und Patienten mit schweren, seltenen oder mehrfachen Erkrankungen benötigen häufig eine spezialisierte Diagnostik, aufwendige Therapieverfahren oder die gemeinsame Expertise unterschiedlicher medizinischer Fachrichtungen. Dafür müssen qualifizierte Fachkräfte, entsprechende technische Ausstattung und aufeinander abgestimmte Behandlungsabläufe verfügbar sein.
„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten jeden Tag Außergewöhnliches. Mit großem Engagement und hoher fachlicher Kompetenz kümmern sie sich um Menschen mit besonders schweren und komplexen Erkrankungen“, sagt Prof. Uwe Reuter, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Vorstand des UKB. „Die bundesweite Spitzenposition unterstreicht die besonderen Anforderungen, die unsere Teams täglich bewältigen. Das ist eine Leistung, auf die wir gemeinsam stolz sein können.“
Das anspruchsvolle stationäre Behandlungsspektrum zeigt sich in zahlreichen medizinischen Fachbereichen des UKB. Dazu zählt die Herzmedizin mit komplexen interventionellen und herzchirurgischen Eingriffen bei Erwachsenen sowie die Kinderherzmedizin, die unter anderem Neugeborene und Säuglinge mit schweren angeborenen Herzfehlern versorgt. Die Behandlung dieser jungen Patientinnen und Patienten erfordert hoch spezialisierte medizinische Teams und eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen.
Weitere Beispiele sind die Orthopädie und Unfallchirurgie, etwa bei schweren Verletzungen, komplexen Wirbelsäuleneingriffen oder aufwendigen Wechseloperationen von Gelenkprothesen. Auch die Neuromedizin mit anspruchsvollen neurochirurgischen und neurologischen Behandlungen gehört zum breiten Spektrum der spezialisierten Versorgung am UKB.
„Die Behandlung schwer und komplex erkrankter Menschen ist immer eine Gemeinschaftsleistung. Sie gelingt nur, wenn Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und viele weitere Berufsgruppen eng zusammenarbeiten“, betont Reuter. „Unsere Stärke am UKB liegt darin, dass wir diese unterschiedlichen Kompetenzen an einem Standort zusammenbringen und unseren Patientinnen und Patienten damit auch bei besonders komplexen Erkrankungen eine hoch spezialisierte Versorgung bieten können.“
Infotext: Was der Case-Mix-Index aussagt
Nicht jede Krankenhausbehandlung ist gleich aufwendig. Während manche Erkrankungen mit vergleichsweise geringem Aufwand behandelt werden können, erfordern andere komplexe Operationen, spezialisierte Untersuchungen oder eine intensive medizinische Betreuung.
Der Case-Mix-Index (CMI) beschreibt, wie aufwendig die stationären Behandlungen eines Krankenhauses im Vergleich zum Durchschnitt sind. Grundlage sind die Kalkulationsdaten aus dem Fallpauschalensystem (DRG), das Behandlungen anhand ihrer Diagnosen, der durchgeführten Maßnahmen und weiterer Merkmale medizinisch sowie ökonomisch bewertet. Je höher der CMI, desto höher ist der durchschnittliche Behandlungsaufwand nach dieser Bewertung. Der CMI, häufig auch als Fallschweregrad bezeichnet, ist damit ein wichtiger Indikator für das stationäre Leistungsspektrum eines Krankenhauses.
Bildmaterial:
Bildunterschrift: Besonders aufwendige Eingriffe erfordern medizinische Expertise und die enge Zusammenarbeit interdisziplinärer Teams.
Im Bild: Herzchirurgin Dr. Miriam Silaschi (l) bei einer Bypass-Operation.
Bildnachweis: Universitätsklinikum Bonn (UKB) / Felix Heyder
Bildunterschrift: Die Behandlung komplexer Erkrankungen prägt das Versorgungsprofil des Universitätsklinikums Bonn. Luftaufnahme des Campus auf dem Bonner Venusberg.
Bildnachweis: Universitätsklinikum Bonn (UKB)
Zum Universitätsklinikum Bonn: Als eines der leistungsstärksten Universitätsklinika Deutschlands verbindet das UKB Höchstleistungen in Medizin und Forschung mit exzellenter Lehre. Jährlich erfolgen am UKB über eine halbe Million ambulante und stationäre Behandlungen. Hier studieren rund 3.500 Menschen Medizin und Zahnmedizin, zudem werden jährlich über 600 Personen in Gesundheitsberufen ausgebildet. Mit rund 10.600 Beschäftigten ist das UKB der drittgrößte Arbeitgeber in der Region Bonn/Rhein-Sieg. In der Focus-Klinikliste belegt das UKB Platz 1 unter den Universitätsklinika in NRW und weist im ersten Halbjahr 2026 unter den Universitätsklinika bundesweit den höchsten Case-Mix-Index (Fallschweregrad) auf. 2025 konnte das UKB knapp 100 Mio. € an Drittmitteln für Forschung, Transfer und Lehre einwerben. Das F.A.Z.-Institut zeichnete das UKB das fünfte Jahr in Folge als „Deutschlands Ausbildungs-Champion“ und „Deutschlands begehrtesten Arbeitgeber“ aus. Aktuelle Zahlen finden Sie im Geschäftsbericht unter: geschaeftsbericht.ukbonn.de.








