VERFASST VONukbnewsroom

Augencheck für gutes Sehen

15.12.2022 um 18.00 Uhr

Patientenkolloquium des Universitätsklinikums Bonn rund um Früherkennung und Behandlung von Augenerkrankungen

Bonn, 8. Dezember – Im Rahmen des regelmäßig stattfindenden Patientenkolloquiums „Uni-Medizin für Sie – Mitten im Leben“ lädt das Universitätsklinikum Bonn (UKB) in Kooperation mit dem General-Anzeiger Bonn zu einem Informationsabend ein. Unter dem Motto „Augen-Check: Früherkennung und rechtzeitige Behandlung für gutes Sehen“ geben Vorträge einen Überblick möglicher Vorsorgeuntersuchungen auf die Sehkraft gefährdender Augenerkrankungen und deren Behandlungsmöglichkeiten. Die kostenlose Veranstaltung findet am Donnerstag, 15. Dezember, ab 18 Uhr als Präsenz-Veranstaltung im Hörsaal des Biomedizinischen Zentrums I (BMZ I, Gebäude B 13) statt. Gleichzeitig ist eine Teilnahme online per Zoom möglich.

Schäden an den Augen entstehen zunächst oft unbemerkt. Doch ein Augencheck mit den heute zur Verfügung stehenden modernen und präzisen Untersuchungsmethoden gestattet, schon früheste Krankheitszeichen zu erkennen. Eine Früherkennung ist essentiell, damit eine vermeidbare Sehbehinderung verhindert wird. „Denn die meisten Therapien sind dann am sinnvollsten einsetzbar, wenn Krankheiten noch nicht weit fortgeschritten sind und zu irreversiblen Schäden geführt haben“, sagt Prof. Dr. Frank Holz, Direktor der Augenklinik am UKB. Dies ist unter anderem bei der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), beim Grünen Star und bei zuckerbedingter Netzhauterkrankung der Fall, den häufigsten Ursachen für Erblindungen in Industrienationen. Auch der graue Star sollte rechtzeitig behandelt werden. So empfiehlt Prof. Holz zu einem Augencheck ab dem 50. Lebensjahr in einem Abstand von zwei Jahren. Verkehrsteilnehmer sollten bereits ab dem 40. Lebensjahr ihre Augen alle zwei Jahre durchchecken lassen, denn viele Autofahrer sehen nicht gut genug.

Wann muss ein Kind zum Augencheck?

Bei sichtbaren Auffälligkeiten wie Augenzittern, Hornhauttrübungen, großen lichtscheuen Augen oder Hängelidern sollen Eltern sofort mit ihrem Kind zum Augenarzt gehen. Bei einem erhöhten Risiko für Schielen, Fehlsichtigkeit oder erblichen Augenerkrankungen ist ein Augencheck in einem Alter von sechs bis zwölf Monaten sinnvoll. Zwischen zwei und drei Jahren sollen alle übrigen, auch unauffällige Kinder zur Vorsorge, um Fehlsichtigkeit und ein leichtes Schielen frühzeitig zu erkennen. „Besonders einseitige Beeinträchtigungen werden oft zu spät erkannt“, sagt Prof. Dr. Bettina Wabbels, Leiterin der Orthoptik und Neuro-Ophthalmologie der Augenklinik am UKB. Schielerkrankungen können ebenfalls bei Erwachsenen auftreten, die auch in diesem Alter gut behandelbar sind. Prof. Wabbels rät daher Erwachsenen bei Schielen oder Problemen mit den Augenlidern Rat bei einem Augenarzt zu suchen. Zusammen mit Prof. Holz informiert sie auf der kostenlosen Veranstaltung rund um das Thema „Augencheck“. Nach den Vorträgen besteht die Gelegenheit, Fragen im Auditorium oder per Zoom an die Referenten zu stellen. Fragen können gerne vorab auch an redaktion@ukbonn.de geschickt werden.

Für die Präsenzveranstaltung empfehlen wir das Tragen einer FFP2-Maske und die tagesaktuelle Durchführung eines Antigentests (Selbsttest genügt).

Die Zugangsdaten zu den Online-Vorträgen per Zoom gibt es unter:
https://www.ukbnewsroom.de/ukbpatientenkolloquium-2022/

Bildmaterial:



Bildunterschrift: Modell von einem humanen Auge

Am 15. Dezember geben Prof. Frank Holz und Prof. Bettina Wabbels unter dem Motto „Augen-Check: Früherkennung und rechtzeitige Behandlung für gutes Sehen“ einen Überblick möglicher Vorsorgeuntersuchungen auf die Sehkraft gefährdender Augenerkrankungen und deren Behandlungsoptionen.

Bildnachweis: Universitätsklinikum Bonn (UKB) / Rolf Müller

Bildunterschrift: Patientenkolloquium des Universitätsklinikums Bonn am 15. Dezember

(v. li): Prof. Frank Holz und Prof. Bettina Wabbels geben unter dem Motto „Augen-Check: Früherkennung und rechtzeitige Behandlung für gutes Sehen“ einen Überblick möglicher Vorsorgeuntersuchungen auf die Sehkraft gefährdender Augenerkrankungen und deren Behandlungsoptionen.

Bildnachweis: Universitätsklinikum Bonn (UKB) / Kommunikation & Medien

Pressekontakt:

Dr. Inka Väth
Medizin-Redakteurin
Stabsstelle Kommunikation und Medien am Universitätsklinikum Bonn
Telefon: +49 228 287-10596
E-Mail: inka.vaeth@ukbonn.de

Zum Universitätsklinikum Bonn: Im UKB werden pro Jahr etwa 500.000 Patient*innen betreut, es sind 8.800 Mitarbeiter*innen beschäftigt und die Bilanzsumme beträgt 1,5 Mrd. Euro. Neben den über 3.300 Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden werden pro Jahr weitere 580 Frauen und Männer in zahlreichen Gesundheitsberufen ausgebildet. Das UKB steht im Wissenschafts-Ranking auf Platz 1 unter den Universitätsklinika (UK) in NRW, weist den dritthöchsten Case Mix Index (Fallschweregrad) in Deutschland auf und hatte in den Corona- Jahren 2020 und 2021 als einziges der 35 deutschen Universitätsklinika einen Leistungszuwachs.

Skip to content