Prof. Dr. med. Alexander Mustea (2.v.l.) und sein Team bei einer onkologisch-gynäkologischen Operation
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Seltene gynäkologische Krebsformen

Universitätsklinikum Bonn bietet High-End-Medizin für Patientinnen an

Eingebunden in das schon seit 12 Jahren bestehende und zertifizierte Gynäkologische Krebszentrum am Zentrum für Geburtshilfe und Frauenheilkunde des Universitätsklinikums Bonn (UKB) wurde im Jahr 2020 das Nationale Zentrum für Uterine Sarkome und seltene gynäkologische Tumore (NZUS) zertifiziert. Mit der Berufung von Prof. Alexander Mustea als neuer Direktor der Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie im August 2019 verfügt das neue Zentrum über einen zusätzlichen Experten im Bereich der Gynäkologischen Onkologie sowie insbesondere im Bereich der Uterinen Sarkome und der seltenen gynäkologischen Tumoren.

Bonn, 02. November 2020 – Sarkome sind seltene bösartige Tumoren, die von Zellen aus Weichgeweben wie Muskel- oder Knochenzellen ausgehen. Noch seltener sind die Sarkome im gynäkologischen Bereich, die von der Gebärmutter oder den Eierstöcken ausgehen können. In Deutschland erkranken schätzungsweise 200-300 Patientinnen pro Jahr an einem Sarkom der Gebärmutter. Im Vergleich dazu erkranken in Deutschland 11.900 Patientinnen pro Jahr an Gebärmutterschleimhautkrebs. Aufgrund der Seltenheit der Erkrankungen ist die Behandlung in einem spezialisierten Zentrum empfehlenswert, um eine richtige Diagnose stellen zu können und Fehlbehandlungen zu vermeiden.

„Alle Patientinnen mit seltenen Tumoren müssen Zugang zu modernen, individualisierten Therapien haben“, sagt Prof. Mustea. Die multimodale Therapie wird im interdisziplinärem Team mit hochspezialisierten Chirurgen, Strahlentherapeuten, Nuklearmedizinern, medizinischen Onkologen, Radiologen und Pathologen geplant und in einem interdisziplinären Tumorboard beschlossen.

Die Therapie kann abhängig von Tumorart und -stadium aus Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie, Hormontherapie und modernen zielgerichteten Therapien bestehen. Teilweise ist nur eine Operation erforderlich, teilweise muss eine Kombination der Therapiemöglichkeiten erfolgen. Des Weiteren sind spezialisierte Psychoonkologen, Physio- und Schmerztherapeuten wie auch onkologisch geschultes Pflegepersonal integraler Bestandteil des Behandlungsteams.

Zudem haben die Patientinnen die Möglichkeit an Studien für neue moderne Therapieoptionen teilzunehmen, die gerade bei diesen seltenen Tumoren ein wichtiger Bestandteil des Therapiekonzeptes sein können. Nach Abschluss der Therapie erfolgt die regelmäßige Nachsorge mit dem Ziel, mögliche Rezidive frühzeitig erkennen und therapieren zu können.
Weitere Schwerpunkte sind die Etablierung von neuen prognostischen und prädiktiven Faktoren für uterine Sarkome. Viele Forschungsprojekte laufen unter dem Dach von NZUS.

Für weitere Informationen und Kontaktdaten:
www.ukbonn.de/42256BC8002AF3E7/direct/sarkomzentrum

Pressekontakt:
Daria Siverina
Stellv. Pressesprecherin am Universitätsklinikum Bonn (UKB)
Tel.: 0228 287 14416
Daria.Siverina@ukbonn.de

Bild oben: Prof. Dr. med. Alexander Mustea (2.v.l.) und sein Team bei einer onkologisch-gynäkologischen Operation.

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