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Neue Forschungsgruppe zu Hautlupus

Unter Bonner Beteiligung untersucht ein neuer DFG-Forschungsverbund die Krankheitsmechanismen des kutanen Lupus erythematodes

BONN, 26. Oktober – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert eine neue Forschungsgruppe zur Erforschung des kutanen Lupus erythematodes, einer Autoimmunerkrankung der Haut. Ein Team des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn ist an dem Verbundprojekt „Untersuchung der Immunpathogenese des kutanen Lupus erythematodes“ (FOR 6059) unter Federführung der Universitäts-Hautklinik Tübingen beteiligt.

Der kutane Lupus erythematodes ist eine Autoimmunerkrankung, deren Symptome vorwiegend oder ausschließlich die Haut betreffen. „Hautlupus kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen – durch sichtbare Hautveränderungen, insbesondere im Gesicht, aber auch durch Vernarbungen und Haarausfall. Viele Betroffene belasten zudem Müdigkeit und Abgeschlagenheit sowie die Sorge vor einer Beteiligung innerer Organe“, sagt Prof. Jörg Wenzel, Oberarzt am Zentrum für Hauterkrankungen des UKB. Trotz der klinischen Bedeutung der Erkrankung bestehen weiterhin große Wissenslücken, vor allem auch deswegen, weil der kutane Lupus in der Forschung häufig im Zusammenhang mit dem systemischen Lupus betrachtet wird.

Hier setzt die neue Forschungsgruppe an und will die Immunpathogenese, also Entstehung und Entwicklung des kutanen Lupus unter besonderer Berücksichtigung der immunologischen Reaktionen des Körpers, genauer untersuchen und damit besser verstehen, welche molekularen und immunologischen Mechanismen den unterschiedlichen Erscheinungsformen der Erkrankung zugrunde liegen. Die neue Forschungsgruppe führt deshalb unterschiedliche klinische, translationale und grundlagenwissenschaftliche Perspektiven zusammen. Ziel ist es, durch ein besseres Verständnis des kutanen Lupus langfristig die Voraussetzungen für gezieltere Therapien zu schaffen. An dem Verbundprojekt arbeiten Forschende verschiedener Fachgebiete an mehreren Standorten – darunter Bonn – zusammen.

Warum löst UV-Licht bei Hautlupus Entzündungen aus?

Im Bonner Teilprojekt untersucht ein Forschungsteam um Prof. Wenzel, der Mitglied im Exzellenzcluster ImmunoSensation3 der Universität Bonn ist, gemeinsam mit dem Tübinger-Team, warum UV-Licht bei Menschen mit Hautlupus Entzündungen auslöst. „Besonders interessiert uns, wie Hautzellen und körpereigene Entzündungssignale zusammenwirken, sich gegenseitig verstärken und dadurch die Haut schädigen“, erklärt der Bonner Forscher. „Die experimentellen Arbeiten erfolgen ausschließlich mit Zellkulturen und im Labor aufgebauten Hautmodellen. Dadurch lassen sich unsere Ergebnisse hinterher besser auf den Menschen übertragen.“ Mit ihren Untersuchungen wollen die Forschenden besser verstehen, warum sich der kutane Lupus erythematodes bei verschiedenen Betroffenen unterschiedlich zeigt. Langfristig sollen die Ergebnisse helfen, die Entzündung gezielter zu unterbrechen und neue Behandlungsansätze zu entwickeln.

Wissenschaftlicher Kontakt:
Prof. Dr. Jörg Wenzel
Klinik für Dermatologie und Allergologie
Zentrum für Hauterkrankungen
Universitätsklinikum Bonn
Exzellenzcluster ImmunoSensation3, Universität Bonn
Telefon: (+49) 228 287-15370
E-Mail: joerg.wenzel@ukbonn.de

Bildmaterial:

Bildunterschrift: Dermatologe Prof. Jörg Wenzel vom Universitätsklinikum Bonn (UKB) und der Universität Bonn leitet das Bonner Teilprojekt im neuen DFG-Forschungsverbund FOR 6059 zu Krankheitsmechanismen des kutanen Lupus.

Bildnachweis: Universitätsklinikum Bonn (UKB) / Alessandro Winkler

Pressekontakt:
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stellv. Pressesprecherin am Universitätsklinikum Bonn (UKB)
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E-Mail: inka.vaeth@ukbonn.de

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