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Krebs verändert das Leben – niemand sollte den Weg allein gehen

CIO Bonn lädt Betroffene und Angehörige zum Krebs-Informationstag 2026 ein

Bonn, 28. August 2026 – Als Oliver Kickel mit 33 Jahren plötzlich Blut im Stuhl bemerkt, rechnet er mit vielem – aber nicht mit Krebs. Wenige Tage später sitzt der junge Familienvater seinem Arzt gegenüber. Die Darmspiegelung musste abgebrochen werden. Der Grund: ein faustgroßer Tumor im Enddarm.

„Man denkt in so einem Moment zuerst an seine Familie“, erinnert sich der heute 49-Jährige. Es folgen Bestrahlung, Chemotherapie und eine Operation. Lange ist ungewiss, ob er dauerhaft mit einem künstlichen Darmausgang leben muss. Die Operation gelingt. Oliver Kickel kann sein Leben weiterführen – doch die Krankheit bleibt Teil seines Alltags. Heute weiß er, dass er am erblich bedingten Lynch-Syndrom leidet. Dadurch hat er ein deutlich erhöhtes Risiko, erneut an Krebs zu erkranken. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen gehören deshalb fest zu seinem Leben. Die größte Sorge gilt inzwischen seiner Tochter, die sich ebenfalls genetisch untersuchen lässt.

„Mit jeder Untersuchung kommt eine gewisse Anspannung zurück“, sagt Kickel. „Aber heute gehe ich mit Vertrauen dorthin. Ich weiß, dass ich nicht allein bin und dass es für jeden Befund einen Plan gibt.“

Dieses Gefühl, begleitet zu werden, ist genau das, was das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) Bonn am Universitätsklinikum Bonn (UKB) Menschen mit einer Krebserkrankung und ihren Familien vermitteln möchte. Deshalb lädt das CIO am 5. September 2026 zum CIO-Krebs-Informationstag ein. Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige und alle Interessierten und wird von der Deutschen Krebshilfe gefördert.

Das CIO-Netzwerk: Wissen bündeln, Menschen begleiten

Eine Krebsdiagnose wirft unzählige Fragen auf: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Welche Unterstützung steht mir zu? Wo finde ich psychologische Hilfe? Wie gehe ich mit Ängsten um? Und wie gelingt der Alltag mit der Erkrankung?

Antworten darauf gibt der Krebs-Informationstag mit medizinischer Expertise, persönlichem Austausch und konkreten Unterstützungsangeboten. Neben kurzen Sessions zu onkologischen Themen stehen insbesondere fünf Expertensofas im Mittelpunkt. Dort diskutieren Fachleute unterschiedliche Aspekte der Krebsmedizin und kommen mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch. Moderiert werden die Expertensofas von @DoktorWeigl. Medfluencer und Anästhesiologe sowie Intensivmediziner am UKB.

„Eine Krebsdiagnose verändert das Leben – und wir möchten Betroffenen und ihren Angehörigen zeigen, dass sie mit ihren Fragen und Sorgen nicht allein sind“, sagt Prof. Peter Brossart, Direktor des CIO Bonn am UKB. „Der Krebs-Informationstag bringt medizinische Expertise, persönliche Erfahrungen und konkrete Unterstützungsangebote zusammen. Besonders wichtig ist uns der direkte Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern.“

Neben Ärztinnen und Ärzten stehen auch Pflegekräfte, Psychoonkologinnen und Psychoonkologen, Patientenlotsen sowie weitere Expertinnen und Experten für Fragen zur Verfügung. Informationsstände bieten Gelegenheit, sich über Angebote von der Sozialberatung über Selbsthilfegruppen bis hin zu Kunst- und Musiktherapie zu informieren.

„Viele Menschen fühlen sich nach einer Krebsdiagnose zunächst orientierungslos“, sagt Oliver Kickel. „Ich habe erlebt, wie wichtig es ist, jemanden an seiner Seite zu haben, der nicht nur den Befund erklärt, sondern auch zeigt, welche Möglichkeiten es gibt. Genau deshalb sind solche Informationstage so wertvoll.“

Der Krebs-Informationstag möchte Mut machen und zeigen: Niemand muss den Weg durch die Erkrankung allein gehen. Denn moderne Krebsmedizin bedeutet längst mehr als Operationen, Medikamente oder Bestrahlung. Sie umfasst auch Begleitung, Orientierung und ein Netzwerk, das Patientinnen und Patienten sowie ihre Familien in allen Phasen der Erkrankung unterstützt.

Oliver Kickel engagiert sich heute selbst dafür, andere zu ermutigen. Er spricht offen über seine Erkrankung und wirbt im Freundes- und Familienkreis für Vorsorgeuntersuchungen.

„Ich kenne Menschen, bei denen Krebs früh erkannt wurde – und andere, bei denen es dafür zu spät war“, sagt er. „Deshalb kann ich nur jedem raten: Nutzen Sie Vorsorgeangebote. Und wenn Sie betroffen sind, informieren Sie sich, tauschen Sie sich aus und nehmen Sie Hilfe an. Man muss diesen Weg nicht allein gehen.“

CIO-Krebs-Informationstag 2026

Mit fünf Expertensofas, moderiert von @DoktorWeigl

Datum: Samstag, 5. September 2026 | 09:00–16:30 Uhr

Ort: BOSTER (Bonn Surgical Technology Center)

Joseph-Schumpeter-Allee 1, 53227 Bonn

Mit virtueller Übertragung: www.ciobonn.de/webkonferenz

Informationen und Programm: www.cio-krebs-informationstag.de

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung wird empfohlen.

Veranstalter: Prof. Peter Brossart, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III – Abteilung für Onkologie, Hämatologie, Immunonkologie, Stammzelltransplantation und Rheumatologie am UKB und Direktor des CIO Bonn am UKB; Prof. Franziska Geiser, Direktorin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am UKB und Vorstandsvorsitzende des Tumorzentrums Bonn e. V.; Prof. Yon-Dschun Ko, Ärztlicher Direktor der Johanniter-Kliniken Bonn, Chefarzt der Abteilung Hämatologie, Internistische Onkologie am Johanniter-Krankenhaus Bonn und Co-Direktor des CIO Bonn; Katja Martini, Vorsitzende der Leukämie-Initiative Bonn e. V., und Prof. Ingo Schmidt-Wolf, Direktor der Abteilung für Integrierte Onkologie am UKB.

Bildmaterial:

Bildunterschrift: Impressionen vom CIO-Krebs-Informationstag 2025. Auch in diesem Jahr erwartet Interessierte ein vielfältiges Angebot aus medizinischen Informationen, persönlicher Beratung und konkreten Unterstützungsangeboten.

Bildnachweis: Universitätsklinikum Bonn (UKB) / Christiane Döge

Pressekontakt:
Daria Siverina
Stellvertretende Pressesprecherin am Universitätsklinikum Bonn (UKB)
Stabsstelle Public Relations and Corporate Communication
Telefon: (+49) 228 287-14416
E-Mail: daria.siverina@ukbonn.de

Zum Universitätsklinikum Bonn: Als eines der leistungsstärksten Universitätsklinika Deutschlands verbindet das UKB Höchstleistungen in Medizin und Forschung mit exzellenter Lehre. Jährlich werden am UKB über eine halbe Million Patienten ambulant und stationär versorgt. Hier studieren rund 3.500 Menschen Medizin und Zahnmedizin, zudem werden jährlich über 600 Personen in Gesundheitsberufen ausgebildet. Mit rund 9.900 Beschäftigten ist das UKB der drittgrößte Arbeitgeber in der Region Bonn/Rhein-Sieg. In der Focus-Klinikliste belegt das UKB Platz 1 unter den Universitätsklinika in NRW und weist unter den Universitätsklinika bundesweit den zweithöchsten Case-Mix-Index (Fallschweregrad) auf. 2025 konnte das UKB knapp 100 Mio. € an Drittmitteln für Forschung, Transfer und Lehre einwerben. Das F.A.Z.-Institut zeichnete das UKB im vierten Jahr in Folge als „Deutschlands Ausbildungs-Champion“ und „Deutschlands begehrtesten Arbeitgeber“ aus. Aktuelle Zahlen finden Sie im Geschäftsbericht unter: geschaeftsbericht.ukbonn.de

Die Deutsche Krebshilfe wurde vor über 50 Jahren – am 25. September 1974 – von Dr. Mildred Scheel gegründet. Ziel der gemeinnützigen Organisation ist es, Krebserkrankungen in all ihren Erscheinungsformen zu bekämpfen. Unter dem Motto „Helfen. Forschen. Informieren.“ fördert die Deutsche Krebshilfe Projekte zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung, einschließlich der Krebs-Selbsthilfe. Ihre Aufgaben erstrecken sich darüber hinaus auf forschungs- und gesundheitspolitische Aktivitäten. Sie ist ebenfalls Mitinitiator des Nationalen Krebsplans sowie Partner der „Nationalen Dekade gegen Krebs“. Die Deutsche Krebshilfe ist der größte private Geldgeber auf dem Gebiet der Krebsbekämpfung – unter anderem der Krebsforschung – in Deutschland. Sie finanziert ihre gesamten Aktivitäten ausschließlich aus Spenden und freiwilligen Zuwendungen der Bevölkerung. Weitere Infos: www.krebshilfe.de

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