Über 100 UKB Mitarbeitende probten im Rahmen einer Katastrophenschutzübung die Versorgung zahlreicher Verletzter im laufenden Klinikbetrieb.
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Uniklinik Bonn trainiert für den Ernstfall

Über 100 Mitarbeitende üben die Versorgung zahlreicher Verletzter im laufenden Klinikbetrieb

Bonn, 27. Juni 2026 – Was passiert, wenn innerhalb kürzester Zeit viele schwerverletzte Menschen gleichzeitig in der Notaufnahme einer Klinik versorgt werden müssen? Genau dieses Szenario hat das Universitätsklinikum Bonn (UKB) am Samstag im Rahmen einer groß angelegten Katastrophenschutzübung der Stadt Bonn trainiert. Mehr als 100 Mitarbeitende aus Medizin, Pflege und zahlreichen weiteren Bereichen probten gemeinsam die Versorgung von 16 Patientinnen und Patienten – parallel zum regulären Klinikbetrieb.

Ausgangspunkt der Übung war ein fiktives Großschadensereignis: Insgesamt 50 verletzte und erkrankte Menschen wurden mit einem Lazarettzug nach Bonn gebracht, vor Ort medizinisch gesichtet und erstversorgt und anschließend auf die beteiligten Krankenhäuser verteilt. 16 Patientinnen und Patienten wurden im Interdisziplinären Notfallzentrum (INZ) des UKB aufgenommen.

Dort arbeiteten mehr als 100 Mitarbeitende aus Medizin, Pflege sowie zahlreichen diagnostischen, logistischen, technischen und administrativen Bereichen unter realistischen Bedingungen zusammen und simulierten einen sogenannten Massenanfall von Verletzten, kurz MANV. In einem solchen Szenario müssen innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Patientinnen und Patienten aufgenommen, eingeschätzt, priorisiert und behandelt werden. Neben der medizinischen Versorgung standen deshalb vor allem die Alarmierungs- und Kommunikationswege sowie das koordinierte Zusammenspiel aller beteiligten Bereiche im Fokus.

„Als Maximalversorger für Bonn und die gesamte Region tragen wir Verantwortung – nicht nur im klinischen Alltag, sondern auch bei außergewöhnlichen Einsatzlagen. Übungen wie diese geben uns die Möglichkeit, unsere Abläufe unter realistischen Bedingungen zu überprüfen, bereichsübergreifend weiterzuentwickeln und so bestmöglich auf den Ernstfall vorbereitet zu sein“, sagt Prof. Uwe Reuter, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Vorstand des UKB.

Eine besondere Herausforderung bestand darin, die zusätzlich eintreffenden Patientinnen und Patienten der Übung parallel zum laufenden Klinikbetrieb zu versorgen. Denn die Versorgung aller weiteren Patientinnen und Patienten am UKB lief während der gesamten Übung weiter.

„Die medizinische Versorgung bei einem Massenanfall von Verletzten beginnt nicht erst in der Notaufnahme. Entscheidend ist, dass in solchen Situationen viele Bereiche schnell und reibungslos zusammenarbeiten – von der Aufnahme über Notfallzentrum, Diagnostik, Labor und Transfusionsmedizin bis hin zu Stationen, Technik und Logistik“, sagt Prof. Ingo Gräff, Leiter des INZ am UKB. „Genau dieses Zusammenspiel konnten wir unter möglichst realistischen Bedingungen trainieren. Solche Übungen helfen uns, unsere Prozesse kontinuierlich zu optimieren und im Ernstfall noch schneller und sicherer zu handeln.“

Die Erkenntnisse aus der Übung werden nun gemeinsam ausgewertet und fließen in die Weiterentwicklung der Notfall- und Alarmierungsprozesse am UKB ein. So stärkt das UKB seine Vorbereitung auf außergewöhnliche Einsatzlagen, um Patientinnen und Patienten in Bonn und der Region auch künftig bestmöglich versorgen zu können.

Bildmaterial:

Über 100 UKB Mitarbeitende probten im Rahmen einer Katastrophenschutzübung die Versorgung zahlreicher Verletzter im laufenden Klinikbetrieb.

Bildunterschrift: Über 100 UKB Mitarbeitende probten im Rahmen einer Katastrophenschutzübung die Versorgung zahlreicher Verletzter im laufenden Klinikbetrieb.

Bildnachweis: Universitätsklinikum Bonn (UKB) / A. Winkler

Pressekontakt:
Jana Schäfer
Stellvertretende Pressesprecherin am Universitätsklinikum Bonn (UKB)
Stabsstelle Public Relations and Corporate Communication
Telefon: (+49) 228 287-19891
E-Mail: jana.schaefer2@ukbonn.de

Zum Universitätsklinikum Bonn: Als eines der leistungsstärksten Universitätsklinika Deutschlands verbindet das UKB Höchstleistungen in Medizin und Forschung mit exzellenter Lehre. Jährlich werden am UKB über eine halbe Million Patienten ambulant und stationär versorgt. Hier studieren rund 3.500 Menschen Medizin und Zahnmedizin, zudem werden jährlich über 600 Personen in Gesundheitsberufen ausgebildet. Mit rund 9.900 Beschäftigten ist das UKB der drittgrößte Arbeitgeber in der Region Bonn/Rhein-Sieg. In der Focus-Klinikliste belegt das UKB Platz 1 unter den Universitätsklinika in NRW und weist unter den Universitätsklinika bundesweit den zweithöchsten Case-Mix-Index (Fallschweregrad) auf. 2024 konnte das UKB knapp 100 Mio. € an Drittmitteln für Forschung, Entwicklung und Lehre einwerben. Das F.A.Z.-Institut zeichnete das UKB im vierten Jahr in Folge als „Deutschlands Ausbildungs-Champion“ und „Deutschlands begehrtesten Arbeitgeber“ aus. Aktuelle Zahlen finden Sie im Geschäftsbericht unter: geschaeftsbericht.ukbonn.de.

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