Ministerin Ina Brandes besucht Universitätsklinikum Bonn
UKB präsentiert Spitzenmedizin im neuen Herzzentrum und in der modernen Strahlentherapie.
Landesinvestitionen schaffen Grundlage für medizinische Exzellenz, Forschung und Ausbildung.
Bonn, 29. Juni 2026 – Die nordrhein-westfälische Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Ina Brandes MdL, hat heute das Universitätsklinikum Bonn (UKB) besucht. Im Mittelpunkt des Besuchs standen zwei zentrale Zukunftsbereiche der Universitätsmedizin: die moderne Herzmedizin im neuen Herzzentrum des UKB sowie die hochpräzise, KI-gestützte Strahlentherapie. Beide Bereiche zeigen beispielhaft, wie landesgeförderte Infrastrukturprojekte unmittelbar zur bestmöglichen Versorgung von Patientinnen und Patienten, zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung der Medizin und zur Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte beitragen.
Begrüßt wurde Ministerin Brandes zunächst im neuen Herzzentrum des UKB. Das Gebäude wurde im Mai 2026 feierlich eingeweiht und gehört zu den bedeutendsten Infrastrukturprojekten der Universitätsmedizin in Nordrhein-Westfalen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 190 Millionen Euro; hinzu kommen 41 Millionen Euro für die medizinische Ersteinrichtung. Bau und Ausstattung wurden durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert.
Wissenschaftsministerin Ina Brandes: „Das Universitätsklinikum Bonn zeigt eindrucksvoll, was moderne Universitätsmedizin leisten kann, wenn exzellente Forschung, hochspezialisierte Krankenversorgung und eine leistungsfähige Infrastruktur zusammenkommen. Im neuen Herzzentrum und in der Strahlentherapie wird sichtbar, wie Investitionen des Landes ganz konkret bei den Patientinnen und Patienten ankommen: durch präzisere Diagnostik, schonendere Therapien, kurze Wege und modernste Technik. Das UKB ist ein starkes Beispiel für die Innovationskraft der Universitätsmedizin in Nordrhein-Westfalen.“
Im Herzzentrum erhielt die Ministerin zunächst Einblicke in die hochspezialisierte kardiovaskuläre Bildgebung. Prof. Dr. Julian Luetkens, Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, stellte die Möglichkeiten des Herz-MRT vor. Der besondere Vorteil am UKB: Die Bildgebung ist direkt im Herzzentrum angesiedelt und damit eng in die Abläufe der Herzmedizin eingebunden. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies kurze Wege, schnelle Diagnostik und eine enge interdisziplinäre Abstimmung.
Anschließend besuchte Ministerin Brandes den OP-Bereich des Herzzentrums. Dort stellte Prof. Dr. Georg Nickenig, Direktor der Kardiologie, einen interventionellen Aortenklappenersatz (TAVI) vor. Bei diesem Verfahren wird eine neue Herzklappe per Katheter über die Leiste eingesetzt. Die Ministerin konnte den Eingriff in OP-Kleidung unmittelbar verfolgen und erhielt Einblicke in eine Therapieform, die für viele Patientinnen und Patienten eine schonendere Alternative zur klassischen Operation darstellt.
Ein weiterer Programmpunkt führte in die Klinik für Herzchirurgie. Chefarzt Prof. Dr. Farhad Bakhtiary präsentierte eine minimalinvasive und vollendoskopische Herzklappenoperation. Dabei erfolgt der Zugang über einen nur wenige Zentimeter kleinen Schnitt zwischen den Rippen. Eine endoskopische 3D-Kamera überträgt während der OP Live-Bilder aus dem Herzen auf mehrere große Displays im OP-Saal. Genau wie die Operateurinnen und Operateure konnte Ministerin Brandes den komplexen Eingriff über eine 3D-Brille miterleben.
Im zweiten Teil des Besuchs informierte sich die Ministerin über die Weiterentwicklung der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des UKB. Die Klinik wurde im laufenden Betrieb umfassend modernisiert und vor wenigen Wochen eingeweiht. Das Projekt wurde ebenfalls durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert und hat ein Volumen von rund 30 Millionen Euro, inklusive der Mittel für die Ersteinrichtung. Prof. Dr. Eleni Gkika, Direktorin der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, stellte die bauliche und technische Erneuerung sowie die medizinischen Perspektiven der modernen Strahlentherapie vor.
Im Behandlungsbereich besichtigte Ministerin Brandes unter anderem den KI-gestützten Linearbeschleuniger Ethos. Das System ist seit zwei Jahren am UKB im Einsatz und ermöglicht eine besonders präzise und adaptive Strahlentherapie. Mithilfe integrierter Bildgebung und künstlicher Intelligenz kann die Behandlung an anatomische Veränderungen angepasst werden. Am Beispiel einer Behandlung eines Patienten mit Prostatakarzinom wurde gezeigt, wie diese Technologie im klinischen Alltag eingesetzt wird. Zusätzlich erhielt die Ministerin mit einer VR-Brille einen virtuellen Einblick in den Behandlungsraum. Diese Anwendung wird am UKB unter anderem in der Ausbildung von Medizinischen Technologinnen und Technologen für Radiologie genutzt.
„Der Besuch von Ministerin Brandes ist für das UKB ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung und des Vertrauens“, sagte Prof. Dr. Uwe Reuter, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Vorstand des UKB. „Universitätsmedizin braucht exzellente Köpfe, engagierte Teams und moderne Infrastruktur. Die Investitionen des Landes Nordrhein-Westfalen schaffen dafür eine entscheidende Grundlage. Im Herzzentrum und in der Strahlentherapie konnten wir heute zeigen, wie aus dieser Unterstützung konkrete Verbesserungen für Patientinnen und Patienten entstehen – in der Diagnostik, in der Therapie, in der Forschung und in der Ausbildung.“
Zum Abschluss des Besuchs tauschte sich Ministerin Brandes mit dem Vorstand des Universitätsklinikums Bonn über die weitere Entwicklung des UKB aus. Im Mittelpunkt standen die Rolle der Universitätsmedizin für die Versorgung in Nordrhein-Westfalen, die Bedeutung zukunftsfähiger Bau- und Infrastrukturprojekte sowie die enge Verbindung von Krankenversorgung, Forschung und Lehre.
Bildmaterial:
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Bildunterschrift (Bild 02 und Bild 01): Ina Brandes (Mitte, NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft) besucht das Universitätsklinikum Bonn und verfolgt zusammen mit Prof. Dr. Uwe Reuter (links, Vorstandsvorsitzender UKB) im Herzzentrum eine minimal-invasive Herz-OP.
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Bildunterschrift (Bild 05): Ina Brandes (Mitte, NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft) besucht das Universitätsklinikum Bonn und testet in der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie gemeinsam mit Dr. Davide Scafa (rechts, Oberarzt Strahlentherapie) und Prof. Dr. Uwe Reuter (links, Vorstandsvorsitzender UKB) eine Virtual-Reality-Brille.
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Bildunterschrift (Bild 04): Ina Brandes (rechts), NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft, besucht das Universitätsklinikum Bonn und unterhält sich auf der Intensivstation des Herzzentrums mit den beiden Intensivpflegekräften Sebastian Wirtz und Kyra Müller.
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Bildunterschrift (Bild 03): Ina Brandes (Mitte), NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft, besucht das Universitätsklinikum Bonn und verfolgt zusammen mit Prof. Dr. Uwe Reuter (rechts, Vorstandsvorsitzender UKB) im Herzzentrum die Implantation einer neuen Herzklappe per Katheter.
Bildnachweis: Universitätsklinikum Bonn (UKB) / F. Heyder
Pressekontakt:
Felix Heyder
Pressesprecher Universitätsklinikum Bonn
Leiter Stabsstelle Public Relations & Corporate Communication
Telefon: 0228 / 287-11904
E-Mail: felix.heyder@ukbonn.de
Universitätsklinikum Bonn
Venusberg-Campus 1
53127 Bonn
Zum Universitätsklinikum Bonn: Als eines der leistungsstärksten Universitätsklinika Deutschlands verbindet das UKB Höchstleistungen in Medizin und Forschung mit exzellenter Lehre. Jährlich werden am UKB über eine halbe Million Patienten ambulant und stationär versorgt. Hier studieren rund 3.500 Menschen Medizin und Zahnmedizin, zudem werden jährlich über 600 Personen in Gesundheitsberufen ausgebildet. Mit rund 9.900 Beschäftigten ist das UKB der drittgrößte Arbeitgeber in der Region Bonn/Rhein-Sieg. In der Focus-Klinikliste belegt das UKB Platz 1 unter den Universitätsklinika in NRW und weist unter den Universitätsklinika bundesweit den zweithöchsten Case-Mix-Index (Fallschweregrad) auf. 2024 konnte das UKB knapp 100 Mio. € an Drittmitteln für Forschung, Entwicklung und Lehre einwerben. Das F.A.Z.-Institut zeichnete das UKB im vierten Jahr in Folge als „Deutschlands Ausbildungs-Champion“ und „Deutschlands begehrtesten Arbeitgeber“ aus. Aktuelle Zahlen finden Sie im Geschäftsbericht unter: geschaeftsbericht.ukbonn.de.











